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Bin ich schwanger? – Ab wann ein Schwangerschaftstest Sinn macht

 

Egal, ob man nun schwanger werden möchte oder wissen will, ob die Verhütung, beispielsweise mit der "Pille danach", geklappt hat: Ein Schwangerschaftstest soll Gewissheit bringen. Hier erfahrt ihr, was mit einem Schwangerschaftstest eigentlich gemessen wird und wie zuverlässig er ist - oder besser - ab wann ein Schwangerschaftstest zuverlässige Informationen liefert.

Als Faustregel gilt:

  • Zeit der Befruchtung (Tag des Eisprungs) ist bekannt: Schwangerschaftstest ist ab ca. 2 Wochen nach Befruchtung zuverlässig.
  • Zeit der Befruchtung nicht bekannt (meistens): Schwangerschaftstest ist ab ca. 3 Wochen nach Geschlechtsverkehr zuverlässig.

Wie sich diese Zeiträume ergeben, erklären wir im Folgenden.

Ein Schwangerschaftstest kann erst ca. 3 Wochen nach dem Geschlechtsverkehr eine verlässliche Auskunft geben, ob Du schwanger bist oder nicht. Warum ist das so?

Startpunkt Geschlechtsverkehr

Da Spermien bis zu 5 Tage befruchtungsfähig bleiben, kann ein Spermium auch bis zu 5 Tage nach dem Geschlechtsverkehr auf eine befruchtungsfähige Eizelle treffen und mit dieser verschmelzen (=Befruchtung). Je nachdem, wann genau der Eisprung stattfindet. Da eine Eizelle ca. einen Tag befruchtungsfähig bleibt, kann die Befruchtung maximal einen Tag nach dem Eisprung stattfinden. Da aber der genaue Zeitpunkt des Eisprungs oft nicht bekannt ist, orientiert man sich an einem besser bestimmbaren Zeitpunkt, und zwar an dem Tag des Geschlechtsverkehrs.

Was misst eigentlich ein Schwangerschaftstest?

Die im Handel verfügbaren Schwangerschaftstests messen ein Hormon im Urin, das so genannte hCG (humanes Choriongonadotropin). Dieses wird vom Embryo nach der Einnistung in die Gebärmutter produziert. Die Einnistung geschieht ca. eine Woche nach der Befruchtung. Bis die hCG-Spiegel hoch genug sind, dass ein Schwangerschaftstest sie messen kann, vergehen noch einmal etwa 7 Tage.

Ab wann kann ich dem Schwangerschaftstest vertrauen?

Zusammen genommen ergeben diese Zeiten eine Summe von ca. 19 Tagen. Als Faustregel kann man sich merken: ab ungefähr 3 Wochen nach dem Geschlechtsverkehr liefert ein Urin-Schwangerschaftstest eine verlässliche Aussage über das Vorliegen einer Schwangerschaft. Eine Ausnahme sind die seltenen Fälle, in denen der Zeitpunkt der Befruchtung bekannt ist. Dann kann man ab zwei Wochen später den Test machen.

Was passiert, wenn der Test zu früh gemacht wird?

Eventuell zeigt der Test dann „nicht schwanger“ an, obwohl sich bereits eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat.

Kann der Test auch „schwanger“ anzeigen, obwohl gar keine Schwangerschaft besteht?

Das kann vorkommen, wenn eine Schwangerschaft zwar bestanden hat, diese aber in einem sogenannten Spontanabort geendet hat. Dies geschieht bei ca. 15% der Schwangerschaften – ist also gar nicht so selten.

Sonderfall Kinderwunschbehandlung:

Eine weitere Besonderheit gibt es, wenn man sich reproduktionsmedizinischen Maßnahmen unterzogen hat, wenn man also schwanger werden möchte. Denn hier wird häufig hCG zur Auslösung des Eisprungs eingesetzt - dabei reagiert der Test dann auf das von außen zugeführte hCG, obwohl womöglich gar keine Schwangerschaft vorliegt. Hier ist auch eine Wartezeit von 2 Wochen zu empfehlen, damit sicher ist, dass das gemessene Hormon vom Embryo kommt und nicht vom Medikament.